 |
Im April war
es dann endlich so weit. Die Bepflanzung konnte beginnen. Eine neue
Lieferung europäischer Moorpflanzen und mein Grundstock an
Moorpflanzen aus den Mörtelwannen wurden ins Moorbiotop übersiedelt.
|
 |
Es waren über 80 Einzelpflanzen,
die ich eingesetzt habe. Aber aufgrund der Größe des Biotops schaut
es noch sehr leer aus. |
 |
Aber im Lauf der Jahre wird alles
zuwachsen. Und auch das Torfmoos wird sich dann über die ganze
Fläche ausgebreitet haben, um das unschöne Braun des Torfs zu
überdecken. |
 |
Ein paar Wurzeln und Äste habe
ich aus den umliegenden Wäldern entwendet, um es im Moor
entsprechend zu platzieren. |
 |
Es ist Anfang Juli. Mal wieder
eine Übersichtsaufnahme, damit man den Wachstumsfortschritt sieht.
Es sind fast alle Pflanzen schön angewachsen. Aber man sieht auch,
dass ein Moorbiotop nichts für Hektiker ist. Es braucht einfach ein
paar Jahre, bis so etwas schön zugewachsen ist. |
 |
Ein Ausschnitt aus obiger
Aufnahme. |
 |
Hier sieht man schön, wie sich
die Moosbeere ausbreitet. Neben dem Torfmoos ist das auch eine
typische bodenbedeckende Pflanze des Moores. |
 |
Im Vordergrund 2 Ausländer im
Moor: Venus Fliegenfallen. Diese werden aber die wenigen Ausnahmen
bleiben in diesem typischen europäischen Moor. |
 |
Der langblättrige Sonnentau
wächst fast wie Unkraut und bildet bereits Blüten aus. |
 |
Schön langsam beginnen die
Pflanzen sich über das ganze Moor auszubreiten. |
 |
In 2-3 Jahren dürfte dann die
ganze Fläche zugewachsen sein. Bis dahin sind sicher noch ein paar
kleine Eingriffe und kosmetische Korrekturen nötig. Aber dann kann
man das Moor eigentlich sich selber überlassen. Den Rest regelt dann
die Natur von selbst. |
 |
Wieder mal ein Sonnentau. Diese
Pflanze wächst inzwischen im Moor wie Unkraut. |
 |
Eine Detailaufnahme vom Toorfmoos
(Sphagnum spec.) Unscheinbar und klein.
Aber eine der wichtigsten Moorpflanzen. Diese Pflanze scheidet Säure
aus und versäuert damit ihre Umgebung. Nur wenige Pflanzen können
in so einer sauren Umgebung überhaupt überleben. |
 |
Vom Torfmoos gibt es weltweit
etwa 300 Arten. Im Gaisberger Moorbiotop habe ich bisher 4-5
verschiedene Arten ausmachen können. Wenn man mit obigem Bild
vergleicht, so sehen diese 2 Torfmoosarten sehr unterschiedlich aus.
Es gibt aber viele Arten, die können nur durch Spezialisten und
mikroskopisch unterschieden werden. |
 |
Hier hat sich rötliches Torfmoos
angesiedelt. Das Ganze ist ohne menschlichen Eingriff passiert.
Entweder durch andere Pflanzen eingeschleppt, oder durch Sporen im
Torf. Auf jeden Fall sieht man, daß die Natur sehr schnell in der
Lage ist, geeignete "Nischen" neu zu besiedeln. |
 |
Es ist inzwischen Spätherbst
geworden. Die letzten schönen Tage habe ich dafür genutzt, um noch
ein paar Bilder zu machen. Man sieht auch, dass so ein Moor zu jeder
Jahreszeit ein schöner Anblick ist. |
 |
Der rundblättrige Sonnentau hat
bereits seine Winterknospen gebildet. |
 |
Im nächsten Jahr wird dann das
Moor wahrscheinlich komplett zugewachsen sein. Dann sind auch die
letzten braunen Flecken verschwunden. |
| |
|